Erstes Ziel: der Tigerhoehlen-Tempel. Laut Reisefuehrer der einzige Tempel Thailands, der in ein Hoehle hineingebaut wurde.
Nach kurzer Fahrt sind wir auch schon da. Am Eingang tummelt sich eine Horde putziger kleiner Affen, die sich aber nicht weiter fuer uns und v.a. unsere Rucksaecke interessieren. Unser Tourguide zeigt uns zwei Wege den Berg hinauf die wir gehen koennen, einer hard, der andere easy. Natuerlich entscheiden wir uns fuer die Version hard. Daraufhin meint sie (ja, der Guide ist eigentlich eine Guidin), wir sollten doch unsere Rucksaecke im Minivan lassen. Da es uns aber nicht behagt unsere Habseligkeiten zurueck zu lassen lehnen wir dankend ab mit den Worten "it's no problem".
Los gehts, am Hinweisschild zum harten Weg vorbei. 1237 Stufen steht da. Die ersten Stufen sind sehr niedrig, ich nehme zwei auf einmal. Ich grinse Carina an und meine "fuer mich wohl nur 600". Weiter, an ein paar lahmen Chinesen vorbei. Mein Gott, das soll hart sein? Ich laufe voraus und beobachte dann die Affen, die ueberall herumsitzen. Nette Tierchen. Nach einer 180-Grad-Kurve stehe ich dann ploetzlich vor einer Wand. Aeh, Moment, keine Wand. Viel eher so ziemlich die steilste "Treppe" - eher ne Leiter - die ich je gesehen habe: die Stufen ca. 40 cm hoch, dafuer aber nur 10 cm tief. Interessant. Scheint wohl doch was dran zu sein, dass das der harte Weg ist.

OK, diese Megastufen sind nach kurzer Zeit wieder vorbei, aber inzwischen wirds schon anstrengend. Im Zick-Zack-Kurs gehts weiter den Berg hinauf. Wir brauchen immer mal wieder Verschnaufpausen. Inzwischen verfluchen wir uns fuer die dumme Idee unsere Rucksaecke mitzuschleifen. Naja, immerhin die Wasserflaschen darin haben wir bitter noetig, um nicht aus den Latschen zu kippen. Nach ner gefuehlten Ewigkeit sind wir bei Stufe 900 angelangt. Jetzt wird es richtig hart. Ich bin am Limit, kurz davor aufzugeben. Immerhin muessen wir ja auch wieder heil runterkommen, da bringts nix wenn wir besinnungslos am Gipfel liegen. Aber Carina - der alte Dickschaedel - weigert sich auch nur dran zu denken umzukehren und scheucht mich weiter. Na gut, wird schon klappen. Weitere Stufen. Und ploetzlich stehen wir unverhofft vor einer letzten kurzen Treppe zur Gipfelplattform. Die ist schnell (naja, relativ schnell...) ueberwunden und wir setzen uns erstmal in den Schatten und schnaufen durch. Hier steht sogar ein gekuehlter Wasserspender und ich schuette mir etwas von dem Wasser ueber den Kopf. Das kalte Nass tut sehr gut!
Nachdem wir wieder zu Atem gekommen sind geniessen wir den wirklich tollen Rundumblick. Ich muss schon sagen, die Buddhafigur, die hier oben rumhockt hat wirklich nen guten Ausblick! Die Quaelerei hat sich letztendlich also doch gelohnt.


Dann machen wir uns wieder an den Abstieg, da wir bald weiter muessen. Runter geht leichter als erwartet und schon bald sind wir wieder unten. Leider hat der Aufstieg jetzt so lange gedauert, dass fuer die Tempel-Hoehle jetzt gar keine Zeit mehr bleibt :-(
Als alle Mann im Minivan sind brausen wir weiter. Die Fahrt dauert so um die 45 Minuten, dann kommen wir beim naechsten Ziel an: der Hot Stream Waterfall.
Der Wasserfall ist eher eine Wassertreppe, nix spektakulaeres. Dafuer soll das Wasser bis zu 44 Grad warm sein und gut fuer die Gesundheit sein. Man kann sich in die vielen kleinen Becken des Wasserfalls setzen und sich entspannen. Leider ist wohl kurz vor uns ne indische Reisegruppe angekommen und hier alles voll. Aber ich kaempfe mich trotzdem durch die Menge und ergattere einen Platz in einem der Becken. Ist wirklich angenehm. Nach kurzer Rast im Becken und der Sonne sammelt uns dann unsere Guidin ein und scheucht uns zurueck zum Parkplatz, wo es in einer der zahlreichen Garkuechen das Mittagessen gibt.
Wir sitzen mit zwei Englaendern in einem gemueltichen kleinen Pavillion und bekommen 3 Gerichte serviert: Green Curry, Vegetarisch und Chicken mit Cashewnuessen. Nach unserer vormittaeglichen Klettertour habe ich auch richtig Hunger und hau ordentlich rein. Schmeckt auch sehr gut. Etwas ueberrascht bin ich davon, dass Carina auch kraeftig zulangt.
Die Kueche hier sieht wohl auch nicht anders aus als in Garkuechen in der Stadt und dort ruempft sie immer die Nase und rennt schnell vorbei. Na vielleicht koennen wir demnaechst dann ja auch mal in solch einer Essen ;-)
Zur Nachspeise gibts noch eine saftige Ananas und dann sind wir auch schon wieder im Minivan. Auf zum Emerald Pool. Diese Fahrt ist nur kurz und wir machen uns im mittlerweile strahlenden Sonnenschein vom Parkplatz durch den Dschungel auf zum Pool. Das Wasser sieht sehr cool aus und wir huepfen auch gleich rein. Endlich zahlt es sich aus, dass wir Badesachen - die uns bei der Kletterpartie das Leben bzw den Rucksack schwer gemacht haben - dabei haben. Das Wasser ist schoen kuehl und sehr erfrischend!
Nach einigen Runden im Pool muessen wir leider schon wieder zurueck. Aber nicht ohne vorher noch dem Crystal Pool einen Besuch abgestattet zu haben, um ein paar Fotos zu schiessen.

Waehrend der Rueckfahrt setzt ploetzlich wieder monsumartiger Regen ein. Aber als wir bei unserer Herberge ankommen ist es auch schon wieder vorbei. Nach einer schnellen Dusche gehen wir wieder in die City, zum selben Lokal wie gestern. Hier ist es einfach super gemuetlich und schmeckt sehr gut. Beim Shake-Schluerfen studiere ich wieder den Reisefuehrer, um die naechsten Tage ein wenig auszugestalten. Mal sehn ob die Plaene aufgehen. Und wenn nich. so fucking what, dann machen wir halt was andres...
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