Trotzdem bin ich erneut bereits gegen 7 Uhr auf und stehe in den Startloechern fuers Fruehstueck, was auch sonst! Wenigstens das ist hier im Hotel richtig gut, wenns schon sonst nicht der Hit ist!
Naechstes Problem, was machen wir jetzt heute eigentlich? Taeglich die gleiche Frage, die uns bereits waehrend dem Fruehstueck quaelt. Naja, es ist warm und die Sonne (soweit man das unter dem ganzen Smog beurteilen kann) scheint. Wir koennen uns ja erstmal eine Runde an den Pool pflacken und dann sehen wir weiter. Nach kurzer Zeit stellt sich bereits heraus, dass es hier auch nicht wirklich gemuetlich ist. Das Wasser ist so kalt, dass nichtmal Hank einen Sprung wagt, von mir mal ganz abgesehen! Obwohl das Chlor-Wasser mit meiner Fleischwunde an der Hand wahrscheinlich sowieso nicht so optimal waere. Es schmerzt schon noch ein Wenig, vor allem eigentlich deshalb, weil ich mich eh nie still halten kann und wenn ich dann nicht mehr dran denke, ueberspann ich die Wunde wieder... Tollpatsch, eben! ;-)
Naja, wir koennen ja nicht den ganzen Tag faul hier rum santeln, das ist auch eher uncool, also springen wir in normale Klamotten und fetzen einfach mal mit dem Taxi los zum Wat Arun. Aber bei den ganzen Gangstern hier, ist das gar nicht so einfach. Sie brabbeln irgendwas von "100 Baht and I'll bring you to the Ferrystation and we make a short stop at my Sponsor...", ja genau, Du mich auch! Also weiter zum naechsten Taxi (es ist ja nicht so, dass die Auswahl hier nicht unendlich riesig ist!), aber der labert den gleichen Sumpf. Erst der vierte erklaert sich dann bereit, uns "with meter" tatsaechlich zu unserem Ziel zu fahren. Mei, der ist voll suess, der faehrt fast wie ein Europaeer und kaempft sich vorsichtig von einer Spur zur naechsten. Ach ja, voll krass, als er in einer stark befahrenen Kurve an einem Buddha vorbeikommt, nimmt er seine Haende vom Lenkrad und macht eine anbetende Geste, danach reisst er das Lenkrad gerade noch herum, damit wir die Kurve schaffen! Sehr seltsam! Aber er liefert uns unmittelbar vor dem Tempel ab!
Was erwartet uns hier? Welch eine Ueberraschung "Hoellenstufen", die wirklich nichts fuer Weicheier sind!
Todesmutig erklimmen wir den Gipfel, bzw. soweit man hald gehen darf, des Tempels und geniesen die beeidruckende Aussicht ueber die Stadt. Wahnsinn, die Auswirkungen der Flut kann man doch ganz deutlich erkennen, denn der Pegelstand des Flusses Mae Nam Chao Phraya ist schon deutlich hoeher als vor drei Wochen und vor allem ist der "Seegang" ziemlich krass. Ihre Longtail-Boote haben die Thais nicht mehr so wirklich unter Kontrolle!
Wir schlendern an einigen weiteren Schreinen vorbei und sehen wieder geschaetzte 5000 Buddha-Figuren!! :-) Hank schlaegt mir dabei vor, dass ich, damit ich meine Speicherkarte von der Kamera voll bekomme, jede Figur einzeln fotografieren koennte, aber ich glaub, dass niemand rund 3500 Fotos dieser Art anschauen mag! ;-)
Nach diesem Ausflug auf die andere Seite des Flusses, gehts mit der Faehre wieder zurueck, wo wir erstmal überlegen, wie es jetzt weitergeht...

Schliesslich lassen wir uns vom Taxifahrer beim Siamcenter absetzen, wo wir erstmal das Internetcafe aufsuchen.
Wir schlendern nochmal eine Runde durch das MBK. Das ist ein Shoppingcenter so richtig im Thaistyle! Hank ist auf der Suche nach einem Tiger-Bier T-Shirt, also wenn wir so eins finden, dann wohl noch am Ehesten hier. Kaum eine Faelschung, die es hier nicht gibt! Und von allen Seiten wuseln die kleinen Thais wieder daher und rufen schon von weitem "what Size Mister?" oder das klassische "I"ll give you discount", usw. Aber so ein einfaches Shirt haben sie nicht, kann doch gar nicht angehen. Saemtliche Biermarken sind vertreten, aber der dumme Tiger ist nicht aufzutreiben. Hank faengt an ungemuetlich zu werden. In Gedanken rechnet er schon aus, wieviele T-Shirts er fuer meinen Kaffeekonsum kaufen kann, aber irgendwie findet er keins. Tja, mehr als mitlaufen kann ich auch nicht. Fuer mich gibt es hier eher gar nix, weil auf ein gefaelschtes Poloshirt kann ich verzichten...
Nach diesem Ausflug in den thailaendischen Alltag machen wir uns auf den Rueckweg zu unserem Hotel. Hoffentlich gibt es dort nicht wieder eine unangenehme Ueberraschung kakerlakentechnischer Art. Gott sei Dank bleiben wir diesmal davon verschont und koennen mit ruhigem Gewissen die Lichter ausschalten...
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