Sonntag, 7. November 2010

21. Tag: Bangkok und dann ab nach Hause

so, es ist so weit, heute ist unser letzter Tag auf thailändischem Boden. Was machen wir denn blos? Um 12 Uhr Mittag ist Check-Out-Time im Hotel, aber der Flug geht erst um 1:05 Uhr in der Nacht...

Wir entscheiden uns, solange wir die Gelegenheit haben, am Hotelpool zu liegen und noch ein bisschen Sonne zu tanken. In Deutschland werden wir ja dann vorerst nicht mehr so viele Gelegenheiten bekommen....

Um 11 Uhr machen wir uns dann fertig, ein letztes Mal duschen und dann die Rucksäcke reisefertig zusammenpacken. Ach ja, weil ich bereits danach gefragt wurde: Das Kleid, das ich mir in Phuket schneidern hab lassen, haben wir auch tatsächlich abgeholt (nach einer etwas kuriosen Bezahlungsaktion) und deshalb muss ich auch dieses in meinen Rucksack knautschen. Gott sei Dank dürfen wir unser Gepäck im Hotel absperren, so dass wir nochmal frei von unnötigem Balast in die Stadt los wandern können.

Wir lassen uns einmal mehr mit dem Taxi zum Siamsquare bringen und schlendern ein letztes Mal durch die gigantischen Shoppingmalls. Wir müssen noch unsere übrigen Bahts loswerden. Damit haben wir keine großen Probleme, schnell im Apple-Store und schon ist die Hälfte vom Restgeld weg. Dann einmal essen gegangen, Kaffee und Mixed Fruit Shake getrunken und schon sind wir um weitere Bahts leichter.

Hank möchte unbedingt noch ein Souvenir kaufen, wenn er schon kein Tiger-Beer T-Shirt bekommt und so verhandeln wir wegen einem Buddha-Kopf und können den Preis schließlich auf die Hälfte drücken. Das war eine ziemlich lustige Situation, denn die Thai wollte diesen Buddha unbedingt verkaufen, aber Hanks Angebot von 300 Baht (ursprünglich 600) gefällt ihr gar nicht. Am Ende kann sie Hanks Argument, dass er nicht mehr bezahlen kann, weil wir heute nach Hause fliegen und wir nur noch die 300 Baht zur Verfügung haben, doch überzeugen und wir sind stolze Besitzer eines Buddhakopfes! :-)

Ansonsten haben wir eigentlich nicht besonders viel gemacht, außer die Zeit versantelt und gewartet, dass es 20 Uhr wird, damit wir mit der Air Link Railway an den Flughafen fahren können.

Als wir am Flughafen unsere Boardingpässe abholen möchten, wird uns angeboten, dass wir noch einen kostenlosen Tag in Bangkok verbringen können. Hotelkosten übernimmt die Emirates und außerdem bekommen wir einen kostenlosen Hin- und Rückflug nach Dubai geschenkt, den wir ein Jahr lang einlösen können. Hmm, ich will eigentlich nur noch nach Hause und auch Hank ist nicht ganz so überzeugt von diesem Angebot, so dass wir ablehnen. Hinterher ärgere ich mich direkt, weil das womöglich DIE Chance auf ein kostenloses Upgrade gewesen wäre. Ich hätte eigentlich wirklich sagen müssen: Ich würde morgen nach Hause fliegen, wenn ich im Gegenzug dann statt dem Dubaiflug ein kostenloses Upgrade in die Business oder in die Firstclass machen kann. Oh man, ich Idiot, das wär da Hammer gewesen! First Class im A380 fliegen - das wär unsere Chance gewesen.... Naja, so fucking what! Allerdings stellen wir fest, dass wir inzwischen Emirates Silver Member sind, was auch immer das bedeutet...

Pünktlich um 1:05 Uhr in der Nacht hebt dann unser A380 in Bangkok ab. Dieser Vogel ist schon echt gigantisch und vor allem, den Start haben wir gar nicht wirklich wahr genommen, so sanft war das! Und Platz hat man da, Wahnsinn - sogar in der "Hammel"-Klasse. Das Entertainment-Programm lässt auch nicht zu wünschen übrig! Blöd nur, dass es ein Nachtflug ist und wir deshalb nur jeder einen Film anschaut, ehe wir schlafen. Krass war auch, dass wir ca. 2:00 am. kein Abendessen sondern ein Frühstück serviert bekommen. Strange!! Naja, egal.

Um 4:20 am Dubai-Ortszeit landen wir dann. Wir können unseren Boardingpässen entnehmen, dass wir als "Silver Member" eingeladen sind, in die Emirates Lounge auf Gate 122 zu kommen. Wir haben keine Ahnung, was uns dort erwartet und machen uns einfach mal auf den Weg. Wie sich herausstellt, ist das hier ein Wartebereich für die "Besseren" Fluggäste. Wir bekommen hier ein Special-Frühstücksbuffet mit allem was das Herz begehrt. All for free!!! Und jetzt kommts: Die Schnappsbar ist ebenfalls umsonst! Hier gibt es an Whisky, Cognac und anderen Spirituosen alles was "Mann" so braucht. Hank gönnt sich gleich mal einen Jacky on the rocks! Unglaublich, da könnte man sich wirklich richtig vernichten - was wir natürlich nicht machen! Zudem ist hier in der Lounge überall free WIFI und es stehen Computer zur Verfügung, wo man auch noch surfern kann.

Wir wollen gerade gehen, als wir uns spontan über den 40" Plasmafernseher und die Playstation 3 hermachen und ein Match Fifa WM2010 spielen. Die Partie lautet England gegen Argentinien. Hank vertritt England und ich vertrete Diego und Co. Was für eine armselige Leistung von den Argentiniern. Mit 2 Eigentoren und trotz 3 Spieler in der Überzahl komme ich eher schlecht aus dieser Nummer raus...

Nach diesem harten Fußballduell gehen wir zu unserem Gate, wo die Boarding-Time bereits begonnen hat. Als Silver Member dürfen wir auch als erstes gleich ins Flugzeug. Hehe, wir sind ganz schön wichtig! :-)

Um 9:15 am gehts dann endlich los in Richtung München. Im Flugzeug gibt es das dritte Frühstück für heute und ein für unsere Verhältnisse eher madigeres Entertainment-Programm.

Um 12:45 Uhr landen wir schließlich auf Deutschem Boden und jetzt sind wir wieder da!...

Donnerstag, 4. November 2010

20. Tag: Bangkok

3:30 Uhr. Das Zimmer-Telefon klingelt. Das Telefon klingelt? What the f...??? Schlaftrunken hebe ich ab, frage "Ja?", daraufhin hoere ich einen Thai nuscheln "I'm sorry" und auflegen. Na toll. Danke. Da hat sich die Rezeption wohl bei nem Weckruf verwaehlt... Wir koennen beide ne Zeit lang nicht mehr richtig einschlafen. Noch ein dicker Minuspunkt fuer diese Absteige.

Da heute ausnahmesweise mal strahlender Sonnenschein herrscht gehts nach dem Fruehstuecksbuffet wieder an den Pool. So richtig entspannen kann man zwar nicht, da nebenan der Highway verlaeuft und man das Gefuehl hat mit der Liege mitten drauf zu stehen aber na gut. Wenigestens Sonne. Das Wasser ist zwar auch heute eiskalt aber ne gute Erfrischung zwischendurch. Wir schwitzen hier doch ganz schoen. Sogar Carina muss sich zwischendurch in dem kalten Nass abkuehlen. So richtig gluecklich sieht sie aber im Wasser nicht aus, eher "ganz schnell ne Runde drehen und wieder raus" *g*

Leider haben die Architekten des Hotels wohl nicht mitgedacht und um ca. 2 Uhr liegt der komplette Poolbereich im Schatten. Aber wir haben inzwischen eh beide genug vom Rumgammeln und wollen nochmal aufbrechen und Bangkok weiter erforschen.

Uns faellt ein, dass wir ja vorgestern eigentlich zum Skytower wollten, aber in der Hektik der Shopping-Malls nicht mehr daran gedacht haben. Der Tower ist mit 309 Metern Thailands hoechstes Gebaeude. Er ist nicht besonders weit von unserem Hotel entfernt und nach wenigen Minuten stehen wir davor. Zuerst verirren wir uns aber erneut in einem Gewirr aus Verkaufsstaenden, Fressbuden, Schneidern etc. Diese nehmen die untersten 7 Stockwerke des Turms ein. Endlich am richtigen Eingang angekommen warten wir auf den Aufzug in den 77. Stock. Die Aussenwand des Aufzugs ist aus Glas, so dass man schon bei der rasanten Fahrt nach oben einen Ausblick auf die City hat. Irgendwie fuehl ich mich bei der Fahrt in dem durchsichtigen Ding aber nicht so wohl. Naja, die Fahrt dauert ja nur kurz und dann stehen wir im 77. Stock. Das ist aber noch nicht unser Ziel. Von hier fuehrt ein normaler Aufzug weiter in den 83. Stock. Dort ist die Roof-Top-Bar, wo wir ein gratis Cola bekommen und gemuetlich den Ausblick geniessen koennen. Nachdem unsere Glaeser leer sind gehts dann noch die Treppen zur Aussichtsplattform hoch. Hier faehrt die komplette Plattform im Kreis und man kann einfach an der Bruestung stehen und hat einen tollen Panoramablick. Wegen dem allgegenwaertigen Smog sehen wir zwar wohl nicht alles von Bangkok, aber auch so bekommt man nen besseren Eindruck wie riesig die Metropole eigentlich ist. Klar muss ja auch riesig sein bei ueber 6 Millionen Einwohnern.







Nachdem wir 2 Runden auf dem Dach gedreht haben und von oben unser naechstes Ziel ins Visier genommen haben gehts wieder in diesen Glasaufzug abwaerts. Unten angekommen marschieren wir zielstrebig los und lassen sowohl Taxi- als auch Tuk-Tuk-Fahrer links liegen. Auf unserem Weg kommen wir durch eine sehr belebte kleine Strasse. An jeder Ecke Strassengrills und kleine Tischchen, die auch gut gefuellt sind. Ueberall riecht es gut nach Essen. Ich haette zwar keine Bedenken da mal was zu probieren, aber wir haben im Hotel noch gegessen. Ausserdem ist Carina ja gar nicht so begeistert von dieser Art Verpflegung (ist wohl zu sehr verwoehnt von Mamas Kueche *g*).

Unser Ziel ist mal wieder - Ueberraschung - ein Shoppingcenter. Aber auch dieses ist eher luxurioes wo es sich fuer uns nicht lohnt laenger zu bleiben und nach Schnaeppchen Ausschau zu halten. Also weiter in die City. Mal wieder zum Siam Square. Carina braucht Kaffee ;-)
Angenehmer Nebeneffekt: ihr "Stammcafe" ist gleichzeitig ein Internetcafe. Also nehmen wir wieder den Skytrain und sitzen kurze Zeit spaeter am Computer.

Nachdem der Kaffee leer ist ziehen wir weiter und schlendern noch ein wenig durch die Verkaufsgaesschen hier. Carina ist noch auf der Suche nach zum Kleid passenden Schuhen. Leider hat sie sehr genaue Vorstellungen was sie sucht und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sie nicht fuendig wird. Naja, daheim gibts ja auch Schuhlaeden...

Also springen wir wieder ins naechste Taxi und kriechen durch den in dieser Stadt leider allgegenwaertigen Stau.

Mittwoch, 3. November 2010

19. Tag: Bangkok

Tja Herr Hank, ob Du's glaubst, oder nicht - ich hab heute Nacht geschlafen wie ein Baby und Kakerlaken einfach kleine krabbelnde Tierchen sein lassen :-P (okay gut, ich geb zu, dass wir keine Kakerlaken mehr im Zimmer gehabt haben)

Trotzdem bin ich erneut bereits gegen 7 Uhr auf und stehe in den Startloechern fuers Fruehstueck, was auch sonst! Wenigstens das ist hier im Hotel richtig gut, wenns schon sonst nicht der Hit ist!

Naechstes Problem, was machen wir jetzt heute eigentlich? Taeglich die gleiche Frage, die uns bereits waehrend dem Fruehstueck quaelt. Naja, es ist warm und die Sonne (soweit man das unter dem ganzen Smog beurteilen kann) scheint. Wir koennen uns ja erstmal eine Runde an den Pool pflacken und dann sehen wir weiter. Nach kurzer Zeit stellt sich bereits heraus, dass es hier auch nicht wirklich gemuetlich ist. Das Wasser ist so kalt, dass nichtmal Hank einen Sprung wagt, von mir mal ganz abgesehen! Obwohl das Chlor-Wasser mit meiner Fleischwunde an der Hand wahrscheinlich sowieso nicht so optimal waere. Es schmerzt schon noch ein Wenig, vor allem eigentlich deshalb, weil ich mich eh nie still halten kann und wenn ich dann nicht mehr dran denke, ueberspann ich die Wunde wieder... Tollpatsch, eben! ;-)

Naja, wir koennen ja nicht den ganzen Tag faul hier rum santeln, das ist auch eher uncool, also springen wir in normale Klamotten und fetzen einfach mal mit dem Taxi los zum Wat Arun. Aber bei den ganzen Gangstern hier, ist das gar nicht so einfach. Sie brabbeln irgendwas von "100 Baht and I'll bring you to the Ferrystation and we make a short stop at my Sponsor...", ja genau, Du mich auch! Also weiter zum naechsten Taxi (es ist ja nicht so, dass die Auswahl hier nicht unendlich riesig ist!), aber der labert den gleichen Sumpf. Erst der vierte erklaert sich dann bereit, uns "with meter" tatsaechlich zu unserem Ziel zu fahren. Mei, der ist voll suess, der faehrt fast wie ein Europaeer und kaempft sich vorsichtig von einer Spur zur naechsten. Ach ja, voll krass, als er in einer stark befahrenen Kurve an einem Buddha vorbeikommt, nimmt er seine Haende vom Lenkrad und macht eine anbetende Geste, danach reisst er das Lenkrad gerade noch herum, damit wir die Kurve schaffen! Sehr seltsam! Aber er liefert uns unmittelbar vor dem Tempel ab!



Was erwartet uns hier? Welch eine Ueberraschung "Hoellenstufen", die wirklich nichts fuer Weicheier sind!



Todesmutig erklimmen wir den Gipfel, bzw. soweit man hald gehen darf, des Tempels und geniesen die beeidruckende Aussicht ueber die Stadt. Wahnsinn, die Auswirkungen der Flut kann man doch ganz deutlich erkennen, denn der Pegelstand des Flusses Mae Nam Chao Phraya ist schon deutlich hoeher als vor drei Wochen und vor allem ist der "Seegang" ziemlich krass. Ihre Longtail-Boote haben die Thais nicht mehr so wirklich unter Kontrolle!

Wir schlendern an einigen weiteren Schreinen vorbei und sehen wieder geschaetzte 5000 Buddha-Figuren!! :-) Hank schlaegt mir dabei vor, dass ich, damit ich meine Speicherkarte von der Kamera voll bekomme, jede Figur einzeln fotografieren koennte, aber ich glaub, dass niemand rund 3500 Fotos dieser Art anschauen mag! ;-)

Nach diesem Ausflug auf die andere Seite des Flusses, gehts mit der Faehre wieder zurueck, wo wir erstmal überlegen, wie es jetzt weitergeht...



Schliesslich lassen wir uns vom Taxifahrer beim Siamcenter absetzen, wo wir erstmal das Internetcafe aufsuchen.

Wir schlendern nochmal eine Runde durch das MBK. Das ist ein Shoppingcenter so richtig im Thaistyle! Hank ist auf der Suche nach einem Tiger-Bier T-Shirt, also wenn wir so eins finden, dann wohl noch am Ehesten hier. Kaum eine Faelschung, die es hier nicht gibt! Und von allen Seiten wuseln die kleinen Thais wieder daher und rufen schon von weitem "what Size Mister?" oder das klassische "I"ll give you discount", usw. Aber so ein einfaches Shirt haben sie nicht, kann doch gar nicht angehen. Saemtliche Biermarken sind vertreten, aber der dumme Tiger ist nicht aufzutreiben. Hank faengt an ungemuetlich zu werden. In Gedanken rechnet er schon aus, wieviele T-Shirts er fuer meinen Kaffeekonsum kaufen kann, aber irgendwie findet er keins. Tja, mehr als mitlaufen kann ich auch nicht. Fuer mich gibt es hier eher gar nix, weil auf ein gefaelschtes Poloshirt kann ich verzichten...

Nach diesem Ausflug in den thailaendischen Alltag machen wir uns auf den Rueckweg zu unserem Hotel. Hoffentlich gibt es dort nicht wieder eine unangenehme Ueberraschung kakerlakentechnischer Art. Gott sei Dank bleiben wir diesmal davon verschont und koennen mit ruhigem Gewissen die Lichter ausschalten...

Dienstag, 2. November 2010

18. Tag: Bangkok

Gegen halb 9 wachen wir - besser gesagt Carina - wieder auf. Sie will fruehstuecken! Na toll, was hat das denn mit mir zu tun? Ich will noch schlafen, Hunger hab ich eh nicht. Also macht sie sich allein auf den Weg ans Buffet. Richtig schlafen kann ich leider nicht mehr, aber zumindest noch ein wenig doesen. Als sie wieder zurueck ist machen wir uns schoen langsam auf den Weg in die City. Konkrete Plaene haben wir nicht, wird wohl auf ein wenig Bummeln in den zahlreichen Shopping-Malls und auf den Maerkten hinauslaufen. Zwischendurch finden wir doch immer mal wieder einen Tempel.



Kaum aus dem Hotel raus werden wir auch schon wieder alle 5 Meter von nem Tuk-Tuk-Fahrer angequatscht. Fuer 20 - 30 Baht fahren sie uns ne Stunde lang spazieren, wohin wir wollen. Aber zweimal fallen wir auf die Masche nicht rein und wimmeln alle ab. Das naechste Shopping-Center ist nicht weit weg, da kommen wir locker zu Fuss hin. Kurze Zeit spaeter schlaengeln wir uns auch schon durch die engen Gaesschen in einer unuebersichtlich grossen Einkaufsmeile. Sobald man etwas aus dem Augenwinkel anschaut springen auch schon die Verkaeufer herbei und versuchen uns mit "cheap price for you", "I make you best price" und "I can give you discount" zum Kauf zu animieren. Aber uns ist das beiden eher immer laestig wenn man nicht mal 30 Sekunden was in Ruhe anschaun kann. Naja, ich kann damit aber noch wesentlich besser umgehen als Carina, die reagiert immer relativ schnell etwas gereizt... ;-)

Vom "Touristen-Ramsch-Markt" gelangen wir in eine Mall, die wohl fuer die Einheimischen sowas wie H&M ist, auf jeden Fall wuselts hier auf den etwas breiteren Gaengen ueberall nur so vor Thais. Auch hier ist aber nix fuer uns dabei. Eher zufaellig als geplant kommen wir auf unserem Weg am Central World Plaza vorbei. Scheint ein ganz neuer riesiger Komplex zu sein. Und keine Kruschlaeden wie bisher, sondern europaeische Marken wie Benetton, Lacoste, Adidas usw. Carina strahlt ueber beide Ohren! Leider muessen wir bald feststellen, dass sich hier nicht wirklich Schnaeppchen machen lassen. Die Preise liegen im selben Bereich wie bei uns daheim. Schon krass, wie koennen sich das die Leute hier denn dann leisten? Ich dachte immer Thailand ist auch ein eher armes Land. Klar, es gibt immer ueberall Reiche, aber dass es hier gleich so viele sind, dass Bedarf an mehreren riesigen Shopping-Malls von Markenartikeln gibt finde ich schon verwunderlich.

Als wir ne Pause im Starbucks (na, wer wollte da wohl hin? *g*) machen kriege ich ne englischesprachige Zeitung aus Bangkok in die Finger. Als ich die Schlagzeilen lese bin ich schon ein wenig baff:
1) auch im Sueden sind jetzt Teile des Landes ueberflutet
2) viele Wasserfaelle in Phang Nga und Umgebung wurden gesperrt, weil es zu gefaehrlich dort ist
3) der Similan-Island-nationalpark (wo wir gestern noch ueberlegt haben zum Schnorcheln hinzufahren) wurde wegen einer Sturmwarnung geschlossen
4) der Faehrverkehr nach Ko Samui wurde komplett eingestellt wegen zu rauher See

Aehm, geht hier das ganze Land unter oder wie ist das? Schon sehr krass!

Nach der Pause gehts dann noch ein wenig weiter durch die Laeden. Im Adidas-Laden hier gibts eine Star-Wars-Collection die wirklich sehr geil und abgefahren ist. Laut Verkaeufer gibts die nur in Bangkok. Es gibt eine sehr lustige Wookie-Jacke mit braunem Pelzbesatz und eine stylische Boba-Fett-Jacke die ich auch mal anprobiere. Gefaellt uns beiden echt gut. Aber sie kostet leider auch stolze 200 Euro. Das ist sie mir dann doch nicht wert.



Den Heimweg ins Hotel treten wir mal nicht mit dem Taxi an, sondern erproben die oeffentlichen Verkehrsmittel: den Skytrain und sowas wie die S-Bahn. Klappt auch wunderbar. Ist zwar fuer zwei Leute sicher genauso teuer bzw. billig wie mit dem Taxi, aber wir wolltens mal ausprobieren.



Im Hotelzimmer erwartet uns dann noch eine unerfreuliche Ueberraschung: neben Carinas Glas sitzt eine Kakerlake! Sie quiekt laut (nein, nicht die Kakerlake) und ich eile ihr gegen das Monster zu Hilfe und sperre es unters Glas. Und als ich mich wieder umdrehe sehe ich ein zweites Kaeferchen, wie es gerade unters Bett huscht. Na toll! Und das soll ein 4-Sterne-Hotel sein?!? Frechheit. Auf der bisherigen Reise ist uns bisher auch in den billigen Unterkuenften sowas nicht passiert. Also wer mal nach Bangkok kommt: nicht ins Bangkok Palace Hotel gehen!

Ich mach mich auf an die Rezeption und beschwere mich ueber die Kakerlaken. Erst wird mir angeboten, dass der Zimmerservice nach den Viechern schaut. Ja klar, weil die auf einen Schlag alle finden. Nein danke, ich will ein anderes Zimmer. Bekomme ich dann aber auch problemlos. Erstmal checken Carina und ich mit der Taschenlampe bewaffnet das neue Zimmer, finden aber weder unterm Bett, noch hinter dem Schreibtisch oder sonst irgendwo Krabbelzeugs. Carina schaut trotzdem etwas zweifelhaft. Aber hilft ja nix. Also packen wir unsere 7 Sachen zusammen. Dabei kommen unter unseren Rucksaecken auch noch einige Kaefer hervor. Ich hoff ja nur, dass die da jetzt nicht zum brueten angefangen haben und wir dann daheim Kakerlaken bekommen. Obwohl sich Jack sicher ueber Spielkameraden freuen wuerde *g*

Mal schaun ob die Nacht ohne einer wegen Kakerlaken panisch schreiender Carina vorbei geht ;-)

17. Tag: Khao Lak - Bangkok

Aufwachen gegen 7 Uhr und was stellen wir fest? Welch eine Ueberraschung es pisst aus Eimern! Oh Mann, des is doch alles Kacke! Was machen wir jetzt? Wir stehen genau an der gleichen Stelle wie am Vortag, nur dass die Hoffnung auf Wetterbesserung heute noch geringer ist. Und Roller fahren mag ICH heute definitiv nicht... vielleicht morgen wieder! :-P Ne im Ernst, ob ich nochmal im Regen fahr, das glaub ich eher weniger, aber bei schoenem Wetter, warum nicht? So ein kleiner Sturz gehoert doch irgendwie dazu, oder? (Hank stimmt mir da eher nicht zu)

Nach Abwaegung aller Vor- und Nachteile und unter Beruecksichtigung der Wettervorhersagen faellt unsere Entscheidung relativ schnell - es geht zurueck nach Bangkok, da schaut es laut wetter.com erheblich besser aus (falls nicht, wissen wir wenigstens, wem wir die Schuld geben koennen). Wie wir im Planet gelesen haben, faehrt ab Khao Lak ein Nachtbus nach Bangkok, der insgesamt 12 Stunden unterwegs ist. Klingt zwar irgendwie gruselig, 12 Stunden (Thai-)Bus zu fahren, aber der Preisvorteil gegenueber fliegen ist schon erheblich und vor allem brauchen wir dann eine Uebernachtungsgelegenheit weniger...

Aber erstmal muessen wir diesen Tag bis 17 Uhr irgendwie rumbringen - also was machen? Hier gibt es ein Tsunami-Museum, das klingt doch spannend. Kurzerhand machen wir uns zu Fuss auf den Weg. Fuer Thais irgendwie unfassbar, dass man freiwillig mal rund 3 Kilometer zu Fuss gehen mag, aber warum auch nicht, wir haben ja eh nix besseres zu tun. Mit Regenjacken ausgeruestet, ist der Regen auch nur halb so schlimm.

Das Museum ist zwar nicht so spektakulaer wie wir erwartet haben, aber es ist schon ziemlich krass, Videos ueber die Ereignisse zu sehen und vor allem zu wissen, dass der Ort, in dem man sich gerade befindet, vor 6 Jahren komplett verwuestet wurde und zig Menschen getoetet wurden. Um uns das Ausmass der Katastrophe noch naeher vorstellen zu koennen, marschieren wir noch zu einem Polizeiboot, das sich ganz in der Naehe befindet. Dieses gut 20 Meter lange und vor allem massive Stahlboot wurde vom Tsunami einfach so rund 2 Kilometer ins Landesinnere geschwemmt, wo es bis heute unveraendert als Memorial steht. Uebel, was hier passiert sein muss...



Nach diesem Ausflug in die Geschichte Thailands setzen wir uns wieder in ein fahrendes Irgendwas (mittlerweile haben wir herausgefunden, dass die Dinger Songthaeos heissen) und lassen uns zurueck fahren, wo wir uns dann eh schon schoen langsam fuer die Busfahrt startklar machen koennen.

Nachdem Thais ja eher nicht fuer ihre Puenktlichkeit bekannt sind, muessen wir noch einige Zeit im Regen stehen, ehe endlich der richtige Bus kommt. Und schon beginnt die Marathonfahrt. Wir sammeln noch ein paar weitere Passagiere ein, bis wir dann irgendwann in der Pampa eine Pause einlegen, wo es ein Abendessen serviert gibt. Heidanei, dieses Red-Curry ist aber wirklich uebel spicy! Liegt vielleicht daran, dass wir unter den ganzen Einheimischen die einzigen Touristen sind, die diesen Bus gewaehlt haben.

Inzwischen ist es schon stockfinster und wir sind eigentlich schon im Schlafmodus, als wir auf einmal einen erneuten Stop machen und ein Soldat den Bus betritt. Personenkontrolle!!! Krass, wo sind wir denn hier gelandet? Gott sei Dank sind wir nicht der Staatsfeind Nr. 1, so dass wir die Kontrolle einfach mit einem seltsamen Gefuehl hinter uns lassen und die Fahrt fortsetzen koennen.

Ich bin gerade wieder eingeschlafen, als sich die Szenerie ploetzlich nochmal wiederholt! Die ham doch hier alle einen an der Waffel, oder? Fahren wir hier mit dem Schwerverbrecherbus, oder wie schauts aus? Zum Glueck findet der Soldat aber wieder nichts und weiter gehts... anscheinend, wie ich hinterher erfahren hab, hat es noch eine dritte dieser Kontrollen gegeben, aber die hab ich verschlafen...

Eine Stunde frueher als erwartet, naemlich um 4 Uhr in der Nacht, erreichen wir dann unser Ziel Bangkok - und jetzt? Auf gut Glueck fahren wir einfach mal zum Hotel, dass wir bereits online gebucht haben und schauen mal, wann wir das Zimmer beziehen koennen. Zu unserer positiven Ueberraschung duerfen wir tatsaechlich rund 10 Stunden vor der Check-In-Time das Zimmer beziehen und noch ein wenig "normalen" Schlaf tanken! Im Bus war es doch relativ unbequem, da es kein reiner Sleeping-Bus war...

Sonntag, 31. Oktober 2010

16. Tag: Khao Lak

Als wir aufwachen hoeren wir schon das Trommeln auf dem Bungalow-Dach. Es regnet mal wieder. Na toll, dann schauts mit unserem Roller-Plan ja wohl eher schlecht aus. Aber mal abwarten, vielleicht bessert sich die Wetterlage ja bald. Ist hier ja nicht ungewoehnlich. Also suchen wir uns erstmal was zum Fruehstuecken und faulenzen dann noch ein wenig. Inzwischen ists elf geworden und wir muessen raus aus unserem Bungalow. Es regnet immer noch. Mal mehr mal weniger heftig. Fieberhaft ueberlegen wir was wir machen sollen. Es kristallisieren sich zwei moegliche Plaene heraus:
- hier bleiben, den Regen Regen sein lassen und die Gegend erforschen
- in den naechsten Bus springen und Richtung Ostkueste fahren, von dort aus dann nach Ko Samui

Leichter Favorit ist Variante 2. Aber bevor wir uns aufmachen checken wir lieber noch im naechsten Internetcafe die Wetterlage am Ziel. Wir stellen schnell fest, dass es im Moment im kompletten Sueden von Thailand regnet und auch waehrend der naechsten Woche nicht aufhoeren soll. Damit ist Ko Samui wieder aus dem Rennen. Bei Regen auf ner badeinsel festhaengen ist nicht wirklich prickelnd...

Tja, dann suchen wir uns hier wieder eine Bleibe, was auch ohne Probleme hinhaut. Inzwischen hat es auch endlich aufgehoert durchgehend zu regnen. Ab und zu Nieselregen ist OK (ja, inzwischen sind wir damit echt gluecklich).

Zum Zimmer mieten wir dann auch gleich zwei Roller, um die Gegend zu erforschen. Laut Karte gibt es hier einige Wasserfaelle. Also los, ab auf die Piste!

Erstmal gilt es das Gefaehrt aufzutanken. Laut unserer Vermieterin ist die Tanke gleich 500 Meter weiter. Hm, Carina und ich halten beide die Augen offen, aber eine Tankstelle koennen wir beim besten Willen nicht finden. Auf unserer Karte ist zwar schon eine eingezeichnet, aber die ist schon etwas weiter weg. Letztendlich landen wir aber trotzdem bei der, weil unterwegs nix kommt. Thai-Entfernungsangaben...

Also auf zum ersten Wasserfall!
Leider erweiste sich unsere Karte als nicht allzu genau und es laesst sich nur anhand der eingezeichneten Hotels abschaetzen wo wir in etwa sind. Den laut Karte naechsten Wasserfall Pak Weep verpassen wir gleich mal und stehen vor einem Schild zum zweiten, dem Sai Rung. Egal, den wollen wir ja auch sehen. Also ab auf die kleine Nebenstrasse. Gerade noch sehe ich im Vorbeiduesen ein anderes Schild zum Rainbow-Waterfall. Ui, noch einer, sehr gut. Also erstmal dahin. Er ist sehr abgelegen und die Gegend ist total ausgestorben.



Hier ist zwar sowas wie ein Besucherzentrum mit Lokal, aber wir sehen absolut niemanden. Merkwuedig. Wir geniessen ein wenig die Einsamkeit, schiessen ein paar Fotos und dann gehts zurueck, auf zum naechsten Wasserfall. Wir suchen den Sai Rung Wasserfall weiter auf der Nebenstrasse, doch es kommt nichts. Vermutlich heisst Sai Rung Regenbogen und wir warn schon am richtigen Wasserfall. Fragen koennen wir hier auf jeden Fall niemanden.

Naja, sind ja noch genug andere auf der Karte. Auf zum Bor Hin Wasserfall. Nach laengerer Fahrt entdecke ich ein Resort, dass laut Karte auf jeden Fall nach dem Wasserfall liegt. Also drehen wir wieder um. Vielleicht haben wir ja das Hinweisschils uebersehen. Ein Schild finden wir auch auf der Rueckfahrt nicht, aber dafuer eine Seitenstrasse, die als Tsunami Evacuation Route ausgewiesen ist. Dann schau mal halt die an. Wir landen wir auf einer ziemlich kleinen Nebenstrasse, die Palmen haengen teilweise ziemlich tief, so dass ich mich auf dem Roller buecken muss. Am Ende des Wegs stehen wir dann unverhofft vor einem Wasserfall. Schilder gibts wieder keine, aber wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass das unser eigentliches Ziel war. Auch hier keine Menschenseele zu sehen. Aber der Wasserfall ist echt toll!



Wieder zurueck auf der Hauptstrasse greifen wir nochmal den anfangs verpassten Pak Weep an. Wir halten nach Abzweigungen ausschau, aber es ist keine da. Also finden wir auch keinen Weg zum Wasserfall. Naja, egal. Einer ist ja noch auf der Karte, der Chong Fah. An dem sind wir Mittags schon bei der Suche nach der Tankstelle vorbeigekommen. Zu dem habe ich sogar schon ein Schild an der Strasse gesehen, den sollten wir auf jeden Fall finden.

Unterwegs kommen wir noch am Khao Lak Elephant Camp vorbei und steigen in die Bremsen, um uns das mal anzusehen. Uns wird auch gleich die Preisliste fuers Elefantenreiten praesentiert. Also wir etwas unschluessig drein schauen faellt der Preis von allein um 300 Baht. Na gut, da kann man nicht mehr nein sagen. Wenig spaeter sitzen wir in gut 2 - 3 Meter Hoehe samt Reiter auf dem Ruecken von einem Elefantenbullen ohne Zaehne und zuckelen durch den Dschungel. So ein Elefant hat schon eine eher gemuetliche Gangart... Unterwegs bleibt der graue Riese immer wieder stehen und reisst ein paar Buesche aus, die er sich ins Maul stopft. Unsere Runde dauert ne gute Stunde und ist sehr schnell wieder rum. Besonders aufregend wars zwar nicht, aber schon ganz nett.



So, weiter zum Chong Fah. Die Strasse ist anfangs normal asphaltiert, geht dann ueber in aeltere Betonplatten, um schliesslich in einem Kiesweg zu enden. Auf dem muessen wir aber noch gut 3 km zuruecklegen. Kein Problem, dass diese Roller hier gelaendegaengig sind haben wir ja schon in Krabi getestet ;-)
Als wir dann an der Einfahrt zum Wasserfall (dieser hier scheint besser besucht zu sein) vorbeibrausen huepft uns wild gestikulierend ein Thai vor den Roller. Wir duerfen nicht weiterfahren, sondern muessen den letzten Kilometer gehen. Andere Touris, die den Weg grad zurueck kommen sagen uns, dass der Weg schon etwas steiler wird und man sicher 20 Minuten einfach braucht. Da es aber in ungefaehr einer Stunde dunkel wird, wir auch noch ein gutes Stueck zurueck in die Stadt haben und nicht so scharf drauf sind im Dunkeln zu fahren lassen wir es bleiben. Vielleicht morgen vormittag, haben den Roller ja bis halb 12. Also den ganzen Weg zurueck. Inzwischen regnet es auch wieder etwas staerker.

An der Stelle wo die Betonplatten in den Asphalt uebergehen ist ein kleiner Huegel, also bremse ich ab, um sicher raufzukommen. Kaum bin ich ein paar Meter weiter stellts mir alle Haare auf: ich hoere hinter mir ein Quietschen und Scheppern!
Also ich mich umdrehe die Gewissheit: bei Carina hat mal wieder das Crash-Test-Dummie-Gen zugeschlagen und sie hats geschmissen! Fuck! Kein schoener Anblick wie sie neben dem Roller liegt. Die schlimmsten Befuerchtungen kommen in mir hoch. Fuck. Fuck. Fuck. Schnell springe ich vom Roller und laufe zurueck. Sie bewegt sich inzwischen zumindest wieder und setzt sich auf. Das Knie ist blutueberstroemt. Ich schaus mir genauaer an und zieh gleich mal nen Kieselstein aus dem Knie. Auch die Hand schaut nicht gut aus, ist stark aufgeschuerft. Aus der naechsten Huette kommt ein besorgt dreinschauender Thai herangeeilt und redet was von Doktor. Das lehnt Carina - immer noch am Boden sitzend - natuerlich gleich mal ab, "No Doctor!". Typisch. Aber ihr scheint nichts weiter zu fehlen. Hoffentlich. Ich helfe ihr dann auf die Beine. Ihre groesste Sorge ist ihre neue Jack Wolfskin Jacke... "Die bloede Jacke, is doch egal!" sag ich ihr. Ihr ist eher das Knie egal, das waechst ja wieder zam.
Naja, ich versuch dann noch ihr klarzumachen, dass wir den Roller auch stehen lassen koennen wenns nicht geht, aber sie laesst sich nicht davon abbringen wieder aufzusteigen. N alter Sturkopf eben. Also fahren wir weiter. Carina faehrt in sehr gemaechlichem Tempo voraus. Ich fahr etwas versetzt hinter ihr, nicht dass sie in dem jetzigen Schneckentempo noch umgefahren wird. Bei jeden kleinen Schlenker den sie macht packt mich die Angst. Aber es geht alles gut und wir kommen im Hotel an. Wir waschen die Wunden aus und spruehen Desinfektionsmittel drauf. Dann besorgen wir noch in der naechsten Apotheke Pflaster die gross genug sind. Carina humpelt tapfer neben mir her.

Nach dem Schock und nachdem die Wunden jetzt versorgt sind gibts erstmal das verdiente und ueberfallige Abendessen. Ich bin ja mal gespannt, wie es ihr morgen mit dem Knie geht. Wahrscheinlich tuts ihr weh und sie kann nicht gehen. Damit fallen wohl saemtlichen Unternehmungen flach. Aber das werden wir morgen sehen...

15. Tag: Khao Lak

so, jetzt reicht es aber wieder mit Phuket. Nach 4 Tagen muessen wir uns wieder auf den Weg machen, aber wo hin? Der Bus in den Norden geht um 11 Uhr, d. h. wir muessen uns um 10 Uhr auf den Weg nach Phuket Stadt machen. Vorher noch ein reichliches Fruehstueck zu uns genommen, gehts dann mim Taxi los. Heidanei, das sind ja alles Gangster hier. Wenn man nicht aufpasst, wird man hier an jeder Ecke ueber den Tisch gezogen... Fuer 400 Baht werden wir schliesslich die 25 Kilometer auf die andere Seite der Insel gefahren, wo der Bus bereit steht. Wir kaufen uns letztendlich ein Ticket in das rund 95 Kilometer entfernte Khao Lak fuer 90 Baht... Krass diese Preisunterschiede.

Die Fahrt bis Khao Lak dauert etwa 2 1/2 Stunden und gestaltet sich als recht angenehm. Um ca. 13:40 Uhr werden wir dann vor einem Mc Donalds abgesetzt, wo wir erst einmal Halt machen und ueberlegen, wohin. An der Bushaltestelle sehen wir einen Wisch, der Werbung fuer den"FC Bayern Muenchen Fanclub Khao Lak" macht. Hihi, lustig!

Danach finden wir uns bei den Banana Bungalows ein, wo wir nach laengerem Feilschen einen einigermassen akzeptablen Preis fuer den, im Vergleich zu unserem Hotelzimmer in Phuket, eher schaebigen Bungalow aushandeln. Schnell die grossen Rucksaecke abgeliefert, machen wir uns auf den Weg, um das Oertchen zu erkunden. Aber was ist das? Regen! Oh nein, nicht schon wieder! Zum Glueck aber nur von kurzer Dauer. Krass, es regnet und gleichzeitig scheint die Sonne! Really weird!!

Wir marschieren saemtliche Snorkeling-Anbieter ab, um die Preise fuer eine Schnorcheltour zu den Similar Islands abzuchecken. Ganz schoen teuer, wenn man bedenkt, was wir in der Touristenhochburg Phi Phi bezahlt haben. So ganz ueberzeugt uns aber dann doch keiner. Also gehen wir erstmal weiter an den Strand, vielleicht finden wir dort ja auch ein nettes kleines Lokal...

Tja der Weg zum Strand gestaltet sich als schwieriger als gedacht, irgendwie geht da keiner runter. Obwohl doch, wir entdecken letztlich einen kleinen kaum sichtbaren Weg, der uns zum Beach fuehrt.


Dort ist es im Vergleich zu Phuket relativ ruhig und wir finden auch ein nettes Strandrestaurant, wo wir einkehren und unsere Moeglichkeiten fuer den naechsten Tag ueberdenken. Hmmm, wir koennten alternativ zu Schnorcheln nochmal einen Roller ausleihen und die Gegend hier ein bisschen erkunden. Laut Karte gibt es wieder ziemlich viele Wasserfaelle.... Ja das klingt eigentlich nicht schlecht.

Also entscheiden wir uns gegen Schnorcheln und machen uns auf den Weg zurueck zu unserem Bungalow, wo Hank zum Abschluss des Tages noch einen Sprung in den Pool wagt!